Beratung und Unterstützung

Förderkonzept der MS Stadl an der Mur

 

Besser Fördern

Standortbezogenes Förderkonzept

Mittelschule Stadl an der Mur

Schuljahr 2021/22

 

Die Förderung der SchülerInnen kann als grundlegender pädagogischer Auftrag sowie als elementares Prinzip des Unterrichts verstanden werden. Der Begriff Fördern umschließt einerseits die bestmögliche Entwicklung elementarer Leistungspotenziale der SchülerInnen, andererseits soll durch einen gezielten Förderunterricht Lernversagen und somit einer negativen Leistungsbeurteilung bestmöglich entgegengewirkt werden.

 

Schulstandortbezogene Förderkonzepte werden mit dem Ziel, die derzeit am Standort umgesetzten Fördermaßnahmen zu visualisieren als auch zu konkretisieren, verfasst. Nachfolgend sollen diese unter Betrachtung der Förderung auf differenten Ebenen zusammengefasst werden:

 

Expliziter Förderunterricht:

 

Der Förderunterricht an der Mittelschule Stadl findet in den Hauptgegenständen Deutsch, Mathematik und Englisch statt, wobei explizit zwischen Fördern und Fordern unterschieden wird. Förderunterricht richtet sich somit nicht nur an leistungsschwache SchülerInnen, sondern verfolgt ebenso die Zielsetzung einer Förderung über die grundlegenden Leistungsansprüche hinaus, besonders für jene SchülerInnen, welche den Besuch einer weiterführenden Schulform beabsichtigen. Der Besuch des Förderunterrichts erfolgt grundsätzlich auf freiwilliger Basis, wobei Lehrpersonen gemäß dem § 19 Abs. 3a des Schulunterrichtsgesetzes („Frühwarnsystem“) einzelne SchülerInnen zum Förderunterricht verpflichten können, wenn diese von einem gravierenden Leistungsabfall betroffen sind und der Förderunterricht als notwendige Maßnahme, um den / die SchülerIn vor Schulversagen zu bewahren, angesehen wird. Darüber hinaus stellt der Förderunterricht für Lernende, die im betreffenden Pflichtgegenstand auf Schwierigkeiten stoßen, ein zusätzliches Lernangebot dar. Die für das jeweilige Schuljahr vorgesehenen Förderstunden werden jeweils zu Semesterbeginn vom / von der jeweiligen FörderlehrerIn bekanntgegeben, die konkrete Einteilung der SchülerInnen erfolgt zeitnah vor den Terminen und wird nochmals im Mitteilungsheft notiert. Insgesamt stehen pro Unterrichtsfach innerhalb eines Semesters neun Stunden an Förderunterricht zur Verfügung.

In diesem Schuljahr werden zusätzlich zwei COVID-Förderstunden pro Klasse an unserem Schulstandort angeboten. Neben der primären Unterstützung von Lernenden mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden diese Stunden in erster Linie für eine gezielte Wiederholung sowie Reduktion festzustellender Lern- und Leistungsdefizite in den Hauptgegenständen eingesetzt. Besonders in den Fokus wird hierbei die Leseförderung gestellt, wobei vor allem SchülerInnen mit unterdurchschnittlichen Leseleistungen Unterstützung erhalten.

 

Förderung von SchülerInnen mit nichtdeutscher Muttersprache:

 

SchülerInnen mit nichtdeutscher Muttersprache erhalten die Möglichkeit, über das Sprachunterrichts-Tool Digi-DAZ Grundlagen der deutschen Sprache zu erlernen sowie ihren Wortschatz zu erweitern. Zudem erhalten Lernende mit außerordentlichem oder auch ordentlichem Status zusätzliche, speziell auf die individuellen Sprachbedürfnisse ausgerichtete Förderung von dafür geeignetem Lehrpersonal.

 

Begabtenförderung:

 

Die SchülerInnen haben entsprechend ihren Begabungen die Möglichkeit, ab der 7. Schulstufe zwischen den Wahlpflichtfächern Italienisch und Lebenskunde zu wählen. Somit können einerseits Begabungen auf der sprachlichen Ebene gefördert werden, andererseits können die Lernenden ihre Fähigkeiten und Fertigkeit in Bezug auf alltägliche Anforderungen (Informatik, 10-Finger-System, Finanz- und Wirtschaftswesen, Rechtsfragen, Gesunde Ernährung etc.) erweitern. Im Fachbereich Informatik haben die SchülerInnen zudem die Chance, den ECDL-Führerschein zu erwerben und somit ihre IT-Kenntnisse grundlegend zu erweitern. Für sportlich besonders interessierte und / oder begabte SchülerInnen besteht das Angebot zur Teilnahme an der Unverbindlichen Übung Sport, in welcher über die grundlegenden schulischen Anforderungen hinaus sportliche Aktivitäten geschult und gezielt angeleitet werden. Zudem erhalten die SchülerInnen durch die Teilnahme an Wettbewerben (Kängurutest, Borg-Athlon, Ski-Cross, Lidl-Schullauf etc.) alljährlich die Möglichkeit, ihre Begabungen unter Beweis zu stellen und sich gleichzeitig mit SchülerInnen anderer Schulen zu messen. Die enge Kooperation mit der Musikschule Murau ermöglicht überdies die Förderung musikalischer Talente und Fertigkeiten an unterschiedlichen Instrumenten.

 

 

 

Angebot für den Erwerb unterschiedlicher Kompetenzen:

 

Als grundlegender Ansatzpunkt hinsichtlich einer gezielten Kompetenz- und Interessensförderung kann die am Bildungscampus Stadl-Predlitz mögliche Teilnahme an differenten Modulen gesehen werden. Die SchülerInnen können innerhalb eines Schuljahres sechs verschiedene Module besuchen, welche Angebote beginnend bei sportlichen und handwerklichen Tätigkeiten, über Schwerpunktsetzungen im Ernährungsbereich, bis hin zu Themenschwerpunkten der MINT-Fächer umfassen. Neben interessensbasiertem Unterricht findet somit auch eine gezielte Vorbereitung auf den weiteren (Aus-) Bildungsweg der SchülerInnen – ausgehend von der jeweiligen Schwerpunktsetzung – statt.

 

Zur Unterstützung der Selbst- und Sozialkompetenz wird eine enge Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeiterin unserer Bildungsregion gepflegt. Ausgehend von der Festlegung unterschiedlicher Themenschwerpunkte über das gesamte Schuljahr hinweg, stehen etwa Thematiken wie die Stärkung der Klassengemeinschaft, das eigene Lern- und Arbeitsverhalten, der Umgang mit Konflikten, Selbst- und Fremdwahrnehmung etc. im Zentrum der Unterrichtsarbeit.

 

Zudem trägt die Teilnahme an den berufspraktischen Tagen als auch der Unterrichtsgegenstand Berufsorientierung dazu bei, individuelle und speziell auf die beruflichen Zielbilder der Lernenden angepasste Kompetenzen zu erwerben. Überdies wird im Zuge der Durchführung verschiedener Projekte mit wechselnden Themenschwerpunkten auf die individuellen Interessen der Lernenden eingegangen sowie eine fächerübergreifende Kompetenzerweiterung ermöglicht. Ebenso trägt projektorientiertes Lernen und das Arbeiten in Gruppen zur Förderung der Sozial- und Teamkompetenz bei. Besonders in der ersten Klasse - als auch speziell im Unterrichtsgegenstand Soziales Lernen - findet der Aspekt „Lernen lernen“ eine besondere Berücksichtigung bei der Projekt- und Unterrichtsplanung.

 

Neben fachlichen Kompetenzen wird an dieser Schule außerdem auf den Erwerb überfachlicher Kompetenzen besonders Wert gelegt. Die SchülerInnen sollen ausgehend von ihrem eigenen Potenzial dazu befähigt werden, in differenten Situationen als auch in unterschiedlichen sozialen Rollen angemessen und verantwortungsbewusst handeln sowie sich adäquat verhalten zu können.

 

Als ein besonderer Vorteil in Hinblick auf eine gezielte Förderung können an der Mittelschule Stadl die kleinen Klassengrößen genannt werden. Durch die geringe SchülerInnenzahl ist ein zielgerichtetes Fördern und eine Unterstützung ausgehend von spezifischen Bedürfnissen der Lernenden möglich. Für SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf sowie für Kinder mit Lernschwächen werden zudem individuelle Förderpläne verfasst, welche die aufzuholenden bzw. die innerhalb eines Semesters zu erlernenden Inhalte konkretisieren und der gezielten Förderung des jeweiligen Schülers / der jeweiligen Schülerin einen Rahmen geben sollen. In Hinblick auf eine gezielte Förderung von SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf wird zudem eine enge Zusammenarbeit mit dem Diversitätsmanager unserer Bildungsregion Herrn Michael Sackl, BEd gepflegt.

 

Leseförderung wird an unserer Schule durch die Verankerung des Themenschwerpunktes „Lesen in allen Fächern“ repräsentiert. Lesen darf nicht nur Aufgabe des Deutschunterrichts sein, sondern wird in allen Unterrichtsgegenständen gezielt eingebunden und speziell unter Berücksichtigung und Anwendung differenter Lesetechniken (Selektives Lesen, Lautleseverfahren, flüssiges Lesen, orientierendes Lesen etc.) im Unterricht trainiert. Zudem trägt die gemeinsame Lesestunde der 4. Volksschule und der 1. Mittelschule dazu bei, ausreichend Raum und Kontinuität für eine gezielte Leseförderung zu schaffen und den SchülerInnen auch die Möglichkeit, des Voneinander-Lernens zu geben. Als ebenso gemeinsame Zielsetzung am Bildungscampus kann die Teilnahme am Projekt „Straße der Maße“ genannt werden. Im gemeinsamen Unterricht mit der VS-Stadl-Predlitz soll den Kindern ein grundlegendes Maß- und Zahlenverständnis vermittelt werden, welches vor allem im Alltag als wesentliche Kompetenz angesehen werden kann. Folglich wird von den SchülerInnen durch das Projekt ein komplexeres Zahlenverständnis abverlangt, als die bloße Anwendung einfacher Umwandlungsformeln verlangen würde.

 

Nahtstellen:

 

In der ersten Klasse wir den SchülerInnen zu Beginn genügend Zeit gegeben, um sich an die neue Unterrichtssituation zu gewöhnen. Der Klassenvorstand /die Klassenvorständin der ersten Klasse bereitet die SchülerInnen gezielt auf die neuen Aufgaben und Anforderungen, die an der Mittelschule an sie gestellt werden, vor. Anhand einzelner Kompetenzstanderhebungen wird in den Gegenständen zu Beginn der Leistungsstand der SchülerInnen erhoben und folglich versucht, an bereits Gelerntes anzuknüpfen und den Lernenden somit ein gezieltes Weiterlernen und einen bestmöglichen Übergang in die neue Schulform zu ermöglichen.

 

Besonders für die 3. und 4. Klasse steht die weitere Bildungslaufbahn im Zentrum der Unterrichtsarbeit, wobei dem Unterrichtsfach Berufsorientierung hierbei ein besonderer Stellenwert beigemessen wird. Den SchülerInnen wird durch den Besuch unterschiedlicher Bildungsmessen, der Durchführung einzelner Kompetenz- und Interessenschecks (Berufskompass, Talente-Center etc.) und zahlreichen, spezielle auf die weitere Bildungsentscheidung ausgerichteten Projekten (Girls-Day, Boys-Day, Projekt-Werkboxen, Fachvorträge etc.) die Möglichkeit des Hineinschnupperns in unterschiedliche Berufe geboten. Neben den für alle verpflichtenden Berufspraktischen Tagen in der 4. Klasse können die SchülerInnen zudem das Angebot individueller Schnuppertage in Anspruch nehmen.

 

Die Schulleitung

 

Heike Nauschnigg BEd MA

 

 

 

Förderkonzept_MS-Stadl.pdf
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RAUTER Verena

Berufsorientierung

Lernberatung

Berufsorientierung an unserem Schulstandort

 

Es dauert nicht mehr allzu lange und die Schülerinnen und Schüler müssen sich für einen Weg in die Zukunft entscheiden. Unser Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf die berufliche Zukunft vorzubereiten, keine Entscheidung aufzuzwingen oder bereits getroffene Entscheidungen in irgendeiner Weise zu beeinflussen.

 

Die Anforderungen an die Menschen in der Berufs- und Arbeitswelt nehmen ständig zu, sodass eine Vorbereitung darauf für die Schule unabdingbar geworden ist.

Im österreichischen Schulwesen ist der Berufsorientierungsunterricht daher in der 7. und 8. Schulstufe in allen Schularten als „verbindliche Übung“ verpflichtend im Ausmaß von je 32 Unterrichtsstunden (dies entspricht einer Wochenstunde) verankert. Berufsorientierung kann entweder fächerintegrativ – d.h., dass Berufsorientierungsstunden im Rahmen mehrerer anderer Pflichtgegenstände abgehalten oder als eigenes Fach unterrichtet werden.

Berufsorientierung bedeutet in groben Zügen allgemein „Vorbereitung der jungen Menschen auf die Arbeits- und Wirtschaftswelt sowie auf die Ausbildungs- und Berufswahl".

 

In der Schulnachricht und im Jahreszeugnis wird die Teilnahme an der verbindlichen Übung „Berufsorientierung“ vermerkt.
 

Im Rahmen der Berufsorientierung werden folgend angeführte Kernlernziele des Lehrplanes berücksichtigt:

Berufsorientierung soll dazu führen, dass die Schüler/innen

  • die eigenen Wünsche, Interessen und Neigungen entdecken, erforschen und hinterfragen lernen sowie Begabungen und Fähigkeiten wahrnehmen können, um persönliche Erwartungen reflektieren und einschätzen zu lernen.
  • Eltern oder Erziehungsberechtigte als wesentliche Entscheidungsträger einbeziehen.
  • durch Auseinandersetzung mit der Problematik der geschlechtsspezifischen Konzentration auf bestimmte Ausbildungswege und des nach Geschlechtern geteilten Arbeitsmarktes die daraus resultierenden Konsequenzen für die weitere Lebens- und Berufslaufbahn einschätzen lernen.
  • die vielfältigen Ausbildungswege in Österreich mit ihren besonderen Anforderungen und Bildungsabschlüssen charakterisieren können sowie über Eintritts- und Übertrittsprobleme Bescheid wissen, um einen für sich richtigen Ausbildungsweg zu finden und sich darauf vorbereiten zu können.

Abgesehen von den Inhalten in den einzelnen Unterrichtsgegenständen (z.B. Persönlichkeitsbildung, Bewerbungen verfassen, Berufsbilder erarbeiten, Arbeitsmarkt in Österreich, …) wird den Schülern und Schülerinnen außerdem angeboten:

7. Schulstufe:

  • Girl´s Day und Boy´s Day
  • Projekttag „JEB-Day“ – unsere Schüler / Schülerinnen sind mit ihren Eltern mit im Betrieb, um erste Einblicke ins Berufsleben zu bekommen
  • „Wirtschaft im Klassenzimmer" Stationenbetrieb mit ausgewählten Betrieben und Institutionen in der Region
  • Exkursionen zu Berufsinfomessen
  • Unterschiedliche Projekte der Berufsfindungsbegleitung (Schirm, Charm und Melone etc.)

8. Schulstufe:

  • Berufspraktische Tage
  • Individuelle Schnuppertage
  • Exkursionen zu Berufsinfomessen
  • Jugend.Lehre.Zukunft in der Landesberufsschule in Murau
  • Unterschiedliche Projekte der Berufsfindungsbegleitung (Schirm, Charm und Melone etc.)

Mag. WEBERHOFER Gerrit

Schulpsychlogin

 

Du kannst dich an mich wenden bei… Sie können Sich an mich wenden bei …
… Lern- und Leistungsproblemen (z.B. Motivation ...) 
… Prüfungsangst
… Laufbahnfragen (Stärken-Schwächen-Bestimmung, Wahl der geeigneten Ausbildung) 
… Konflikten im sozialen Umfeld (Mitschüler/innen, Elternhaus, Lehrkräfte) 
… Integrationsfragen 
… persönlichen Anliegen/Krisen, etc.

 

 

 

SACKL Michael

Diversitätsmanagement

michael.sackl@bildung-stmk.gv.at

05 0248 345 - 58

 
 
RÖPER Marit
Schulsozialarbeiterin
marit.roeper@caritas-steiermark.at
0676 880 158 356

 

 

DR. TRINK Claudia

Schulärztin

03534 2419-0

 

 

 

 

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